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Mein Fazit zur April Challenge: Finanzielle Bildung und Money Mindset

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Hallo ihr Lieben!

Wie die meisten von euch wissen, habe ich mich im Monat April intensiv mit Finanzthemen beschäftigt, mit dem Ziel bis Ende des Monats meine finanzielle Strategie zu definieren. Vielen Dank an dieser Stelle für euer positives Feedback auf meinen ersten Beitrag zum Thema Finanzen und Money Mindset! Viele von euch haben mich darin bestätigt, dass dies ein wichtiges Thema für uns alle ist (gerade für Frauen!) und ich teile daher sehr gerne mit euch mein Fazit.

Vorab möchte ich aber unbedingt Folgendes hervorheben: Aus all meinen  Recherchen geht eine Nummer 1 Regel hervor: tue NICHTS, was du nicht SELBST verstehst. Vertraue niemals blind jemand anderem, denn das ist der größte Fehler bei allen Finanzthemen, sei es Immobilien, Aktien, ETFs, Goldreserven, Bitcoins, Versicherungen usw. Du musst selbst Experte / Expertin werden in deinem Bereich und dich bestens auskennen. Daher solltest du meine Strategie auf keinen Fall für dich kopieren. Denn ganz sicher ist dein Risikoprofil, Sparquote, Startkapital, Ausgaben, Verpflichtungen, Einkommen, Wohnsitz, Steuervorteile usw. anders als bei mir. Nimm meine Strategie eher als Inspiration um selbst deine eigene Strategie zu erarbeiten.

Also: Was habe ich im April tatsächlich finanziell  verändert? Eine ganze Menge, aber ich werde versuchen hier eine kurze Übersicht in Form von 10 Tipps zu geben. Anschliessend findet ihr meine persönliche Strategie.

1) Ich habe mein finanzielles Traumziel definiert: Ich weiß jetzt genau ab welchem Alter ich „nur“ noch 3 Tage Vollzeit arbeiten muss und ab welchem Alter ich komplett finanziell unabhängig bin von einem Arbeitgeber (natürlich vor meiner offiziellen Rente :-)). Dieses Ziel klebt an meinem Visionsboard, dass ich täglich sehe. Zudem habe ich ein erstes Etappenziel berechnet: Ende 2021 habe ich ein passives Einkommen um all meine jährlichen Nebenkosten zu decken (Handykosten, Spotify, Internet, Elektrizität, Spenden).

2) Ich habe meine bestehenden Ausgaben analysiert, nach Kategorien geclustert, und zwar drei Monate rückwirkend. So konnte ich sehen wieviel ich pro Monat im Durchschnitt sparen kann, was wiederum wichtig ist um ein realistisches Gesamtziel zu definieren und um eine monatliche Sparrate zu etablieren. Zudem habe ich eine Bestandsanalyse gemacht, also wieviel Vermögen habe ich schon (z.B. private Rente, Säule 2 und 3a, Tagesgeldkonto, Immobilien usw.).

3) Ich habe ein Not-Konto für meinen „Notgroschen“ erstellt: Falls mal alle Sticke reißen und ich in kurzer Zeit viel Cash brauche springt mein Notkonto ein. Empfehlenswert ist, dass du auf diesem Konto als Minimum drei Monatsgehälter liegen hast, wenn du selbstständig bist und/oder mehr Sicherheit möchtest, dann sind sechs bis zwölf Monatsgehälter noch besser. Dieses Konto wirst du wirklich NUR für Notfälle nutzen (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Unfall).

4) Ich investiere hauptsächlich in Vermögenswerte und reduziere Ausgaben (Konsum, Lebensmittel, Miete) oder Verbindlichkeiten (Eigenwohnheim, Kredite, Auto) sogut es geht. Denn: es geht nicht darum wieviel man verdient, sondern darum, wieviel man behält – und über wie viele Generationen man es behält. Kurzes Zitat aus „Rich Dad, Poor Dad“: „Die Reichen konzentrieren sich auf ihre Vermögenswerte, während alle anderen sich auf ihr Einkommen konzentrieren“.

Beispiele für Vermögenswerte (nicht vollständig):  

  • Aktien (passiv oder aktiv)
  • Unternehmen, die ohne meine Anwesenheit (=Zeit) auskommen
  • Einnahmen generierende Immobilien (vs. Eigenheim)
  • Anleihen
  • Offene Investmentfonds
  • Geistiges Eigentum: E-Book, Youtube-Kanal, Patente, Fotos, Gemälde, Musikstücke usw.
  • Alles andere was einen Wert hat, Einkommen oder Wertzuwachs erzielt und Markt findet
  • Humankapital & Intelligenz (mit am Wichtigsten!!)
  • Zeit

5) Für mich ein neuer Grundsatz aus „Rich Dad, Poor Dad“: Arbeiten um zu lernen, nicht für Geld. Denn Lernen und Bildung ist die Basis für alles. Ich möchte von vielen Dingen ein wenig verstehen und mich nicht zu stark spezialisieren. Hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber ich denke, dass ich somit in Krisen und Veränderungen flexibler und unabhängiger sein kann. Ich möchte unter anderem Lernen wie man noch besser kommuniziert, Teams aufbaut, verhandelt und verkauft, denn ich denke das gerade diese Fähigkeiten sehr wichtig für den persönlichen Erfolg sind.  Das ist auch einer der Gründe warum ich mich entschlossen habe Partner von Ringana zu werden (siehe dazu auch meinen Beitrag, wo ich erkläre warum ich mich für Ringana entschieden habe).

6) Spenden. Finde eine gute Balance zwischen Geben und Nehmen. Wenn du etwas willst, musst du zuerst etwas geben – und zwar in allen Lebensbereichen. Falls ihr noch Ideen sucht, dann hab ich hier gleich eine gute Idee: unterstützt mich bei meinem Engangement für die Menschen in Nepal. 

7) Lösch bitte den Glaubenssatz „Ich kann mir das nicht leisten“ und ersetze ihn durch „Wie kann ich mir das leisten?“. So kommt dein Unterbewusstsein auf kreative Ideen 🙂

8) Höre auf dein Zukunfts-Ich: Wenn du dich heute schlecht ernährst, keinen Sport machst und rauchst, wirst du höchstwahrscheinlich im Alter die „teure“ Quittung dafür bekommen.  Mach doch am besten gleich mit bei meiner gesunden May Challenge!

9) Kaufe mehr gebrauchte Artikel und konsumiere nachhaltig und bewusst! Dieser Punkt hat riesiges Sparpotenzial. Beispiel: Ich habe auf Facebook Marketplace gebrauchte Balkonmöbel gekauft für 160 CHF (ca. 150 EUR). Die Möbel habe ich für 20 CHF neu gestrichen an einem Wochenende, sieht aus wie neu.  Die gesamte Lounge hätte bei IKEA neu stolze 742 CHF gekostet! Habe also 74% gespart. Das geht übrigens auch mit Büchern, Kleidern, Sofas usw. A propos Sparen: Ich sehe sparen nicht als Entbehrung an, sondern als Fortschritt zu meinem Ziel: finanzielle Unabhängigkeit.

10) Positive Einstellung zu Geld (Money Mindset): Ich bin mit dem Glaubenssatz „Über Geld spricht man nicht, Geld hat man“ aufgewachsen. Ich finde es schade, dass viele Menschen vor allem in Deutschland nicht gern über Geld reden, denn wir könnten doch soviel voneinander lernen! Zitat aus „Rich Dad, Poor Dad“: „Freunde mit Geldproblemen sprechen ungern über Geld. Meine reichen Freunde lieben es über Geld zu sprechen und ich lerne so viel von ihnen.“

Was ist jetzt meine finanzielle Strategie?

Nachdem ich meinen Notgroschen aufgebaut habe, werde ich als erste Massnahme in langfristig diversifizierte Anlagen investieren. Starten werde ich im Mai mit einem breit gestreutem Portfolio aus hauptsächlich Aktien bei der VIAC (Schweizer Selbstverwaltungs-Plattform).

Das ist natürlich nur eine erste Massnahme und es werden in den nächsten Jahren hoffentlich weitere folgen. Mir ist bewusst, dass es schwierig ist die perfekte, nachhaltigste und sicherste Finanzstrategie zu finden. Irgendwo muss man immer Abstriche machen, denn die eierlegende Wollmilchsau gibt es einfach nicht. Ich habe mich für VIAC in der Schweiz entschieden, denn sie bietet eine passive Geldanlage zu sehr tiefen Gebühren. Ich habe also mit dieser Massnahme eine klassische langfristige „Buy&Hold Strategie“. Mein Startkapital aus meiner bestehenden Säule 3a (sorry Schweizer Thema) und den monatlichen Investitionen (Dauerauftrag) werden für die nächsten 20 – 30 Jahre auf diesem Depot liegen. Mein Investment teilt sich auf in einen risikobehafteten Teil und einen risikolosen Teil. Der Risiko-Anteil besteht wiederum aus globalen Aktien in entwickelte Märkte, aus Aktien in Schwellenländern und Aktien in Immobilien. Ich habe mich für das nachhaltige Modell entschieden: das heißt ich investiere mit keinem Asset in Gold, Unternehmen der Alkohol-, Glücksspiel-, Tabak-, Erotik- und Waffenbranche. Mir ist bewusst, dass dieses Modell Schwachpunkte hat und es natürlich noch viel nachhaltiger sein müsste. Aber da sind wir wieder beim Thema Wollmilchsau. Ich habe versucht alle Assets der VIAC Strategie intensiv zu recherchieren (empfehle Morningstar.ch) und habe mir eine Übersicht gemacht bezüglich Aufteilung, TER, Ausschüttungsmethode, Replikationsmethode, Rendite, Gebühren, Steuern, Fondsvolumen, Fondsalter und Domizil (falls das jetzt alles Fremdwörter für dich sind, dann ist das auf jeden Fall aktuell nicht die richtige Strategie für dich, siehe Regel Nummer 1!).  Zudem habe ich mir einen Musterdepot bei der App Onvista angelegt und kann dort risikofrei die Aktien und ETFs aus der gewählten Strategie beobachten (man kann dort „Watchlisten“ anlegen). Somit bekomme ich mehr Sicherheit und ein Gefühl für den Börsenmarkt. Ich habe auch 2-3 mal mit VIAC telefoniert um auch meine letzten Fragen und Unsicherheiten aus dem Weg zu schaffen, denn die Regel Nummer 1 lautet ja: investiere in NICHTS, dass du selbst nicht verstehst.

Daher solltest du meine Strategie auf keinen Fall für dich kopieren. Denn ganz sicher ist dein Risikoprofil, Sparrate, Einkommen, Ausgaben, Wohnsitz, Startkapital, Steuervorteile usw. ganz anders als bei mir.

Mit dem was ich weiss verdiene ich Geld. Alles, was ich nicht weiss, kostet Geld“ („Rich Dad, Poor Dad“).

Mir war auch wichtig, dass ich direkt im Mai mit meiner Strategie starte. Denn „ewiges Zögern ist genauso schädlich wie übereilte Entscheidungen auf der Basis oberflächlicher Informationen“. (Gerd Kommer).

In diesem Sinne, ich hoffe du konntest etwas für dich mitnehmen. Falls du in Deutschland lebst, kannst du mit meiner Strategie in der Schweiz sicherlich wenig anfangen. An dieser Stelle empfehle ich daher gerne meine Freundin Katrin aus Hamburg: sie hat sich auf nachhaltiges investieren in Deutschland spezialisiert und hilft dir gerne weiter.

Bei Fragen und Meinungen: einfach unten kommentieren, ich freue mich über euer Feedback.

Danke für euer Lesen!

Ich wünsche euch einen erfolgreichen, gesunden Start in den Mai!

Marie

PS: Falls du in der Schweiz lebst und auch zur VIAC wechseln möchtest mit deiner dritten Säule, dann ich werbe ich dich gern (schreib mir). Denn dann bezahlst du auf deine ersten 500 CHF ein Leben lang keine Verwaltungsgebühren. Und ich ebenso – klassisches Win-Win 😉

Hier kannst du mir schreiben

Webseiten, die ich nützlich finde:

Sparplan-Rechner ermittelt wahlweise Endkapital, Laufzeit, Einzahlungsrate oder Anfangskapital für einen Sparplan, der regelmäßg bespart wird.

VIAC Schweiz für Säule 3a

Onvista Musterdepot

Aktien & ETFs mit Domizil in der Schweiz recherchieren

Madame Moneypenny – Ich LIEBE all ihre Inhalte und Tipps – Sie ist mit „Rich Dad, Poor Dad meine TOP Empfehlung für alle die starten wollen. 

„Rich Dad, Poor Dad“ Buch von Robert T. Kiyosaki – Wie schon gesagt: es ist eins meiner Lieblingsbücher und gehört zu meiner absoluten TOP Empfehlung! 

Gerd Kommer – wissenschaftlicher Experte für ETSs, Indexfonds usw. 

Alexander Raue – Immobilien kaufen mit wenig Eigenkapital

Spartipps Schweiz 

About Author

Green networker & mountain enthusiast & volunteer for Let's Clean Up Nepal

4 Comments

  • Manon
    30. April 2020 at 20:40

    Was für ein toller Beitrag, Marie! Die Spartipps für die Schweiz waren mir neu. Wie gut es sich aber anfühlt, das durchzulesen und zu merken, dass man es eigentlich ganz gut im Griff hat. So schwer ist es doch nicht! Ich hoffe, dass du hiermit noch viele dazu inspirieren wirst, sich das Thema anzunehmen!

    Reply
  • Thomas Herbrich
    17. Juni 2020 at 18:49

    Was ist denn die Säule 3a? Kann du gas ggf kurz genauer erklären? Für die nicht Schweizer 😜

    Reply
    • Marie
      17. Juni 2020 at 19:02

      Das ist die private Rentenversicherung in der Schweiz wo man gleichzeitig sehr viel Steuern spart;) Danke dass du meinen Blog liest 🙏 liebe Grüße!

      Reply
      • Anonymous
        17. Juni 2020 at 19:59

        Merci dir. Passt. Vermutlich recht ähnlich zu deutschen Version.

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