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Richtig Auszeit nehmen – Meine 5 Learnings nach meinem 6 monatigen Sabbatical

Ich liebe Fazits. Und vielleicht helfen dir meine Erkentnisse ja auch, falls du dich gerade auf dein Sabbatical – also eine längere Reise – vorbereitest.

1) Buche deinen Rückflug nicht. Lass es dir offen. Du wirst es sonst bereuen. Auch wenn dir deine geplante Auszeit jetzt unglaublich „lang“ vorkommt: sobald du los reist ist sie das nicht mehr und du fragst dich warum du nicht länger gebucht hast… Je nachdem in welche Region du reist, brauchst du meiner Meinung nach keine Flüge vorbuchen. Wir haben den Fehler gemacht, dass wir alle Flüge bereits vorab fest gebucht hatten: Marokko, über Nepal, Sri Lanka, Malaysia, Philippinen, Taiwan, Neuseeland und Zurück. Gerade der Rückflug von Neuseeland nach Europa war ein Riesenfehler. Denn wir hätten so unglaublich gern noch Japan an die Reise gehängt. Allerdings war der Rückflug von Neuseeland nach Europa der teuerste und es wäre günstiger gewesen zurück nach Europa zu fliegen und von dort dann nach Japan, als direkt von Neuseeland nach Japan zu fliegen (haben es natürlich sein lassen). Deshalb: buche so wenig wie möglich Flüge im Voraus um somit flexibler zu bleiben. Auch wenn sich das ungewohnt anfühlt: du wirst es dir im Nachhinein danken.

2) Du fragst dich, wie du deine Freunde und Familie auf dem Laufenden halten kannst mit Bildern und Reiseberichten, hast aber keine Lust auf einen Reiseblog und riesige Whatsapp Gruppen? Dann hol dir die App Polarsteps. Ich liebe diese App seitdem: mittels GPS System trackt sie deine Location, somit wissen deine Liebsten jederzeit wo du dich gerade befindest. Super einfach und bequem kannst du dort Fotos, Videos und kurze Reiseberichte teilen, ganz einfach mit einem Link. Das ganze muss auch nicht öffentlich sein, du kannst die App so einstellen, dass nur diejenigen deine Reise sehen, die über den Link verfügen. Und das Beste: du kannst am Ende deine Reise mit nur ein wenig Klicks zu einem echten Fotoalbum umwandeln!! Super Qualität, super einfach und zeitsparend, da du ja bereits alle Fotos und Berichte online hast zu einem fairen Preis (ca. 30-40 Euro für ein hochwertiges A4 Fotobuch).

3) Setzte dir vorab ein paar persönliche Ziele. Was möchtest du am Ende der Reise erreicht haben? Was nimmst du dir vor für diese Zeit? Was möchtest du gelernt haben? Ich habe mir ein Reisetagebuch gekauft wo ich meine Gedanken und Zitate aus Büchern festgehalten  und auch über meine Ziele reflektiert habe. Das kann ich nur jedem empfehlen. Ob du willst oder nicht, du wirst dich innerlich in einer längeren Auszeit verändern. Halte diesen Prozess fest, denn er ist so wertvoll. Mir hat das geholfen am Ende der Reise anzuerkennen was ich alles geschafft habe. So oft denken wir darüber nach, was wir noch alles erreichen müssen und dabei übersehen wir häufig, was wir schon alles erreicht haben. Wo wir gerade stehen, haben wir uns vor 1-2-3 Jahren sehnlichst gewünscht. Und sollten uns auch ordentlich dafür auf die Schulter klopfen. 🙂

4) Die Rückkehr kann sehr schwierig werden. Das ist leider die eher unschöne Wahrheit einer längeren Reise. Du kennst sicher das Gefühl wenn du von 2 Wochen Traumurlaub wieder nach Hause in den Alltag kommst. Dieses Gefühl kannst du jetzt einfach mal X multiplizieren, je nachdem wie lange und intensiv deine Reise ist. Natürlich muss es nicht unbedingt so sein, das ist sehr individuell. Mein Freund hatte gar keine Schwierigkeiten sich wieder in die Gesellschaft und im Berufsleben einzufügen. Ich dagegen schon. Und habe es bis heute, also ein Jahr später nach unserer Rückkehr. Die Schwierigkeit liegt bei mir vor allem darin, dass sich die innere Welt sehr stark verändert hat, aber in der äußeren Welt nach der Rückkehr irgendwie gar nichts passiert ist. Alles ist so wie vorher und passt nicht mehr zum inneren Gefühl. Für mich ist daher die Zeit nach der Reise sehr intensiv und auch anstrengend, denn jetzt heißt es einen Weg zu finden um meine innere Welt wieder mit der äußeren in Einklang zu bringen, vor allem beruflich. Diese Veränderungsphase ist alles andere als einfach und bequem und ich habe diesen Teil, also die Post-Travel-Phase total unterschätzt! Daher hier der Tipp an dich: auch wenn man sich darauf nicht wirklich vorbereiten kann, sei gefasst auf eine eher schwierigere Zeit. Achte gut auf dich und nimm dir Zeit dich wieder an die „westliche Gesellschaft“ zu gewöhnen. Ich war zum Beispiel überhaupt nicht mehr an Stress gewöhnt, was dann zu einem Problem werden kann wenn man im Büro wieder auf eine riesige „Stresswelle“ trifft. Denn früher war man völlig daran gewöhnt und der Stress ist einem gar nicht aufgefallen.

5) Es lässt sich wunderbar auch nur mit ganz wenig leben. Und zwar finanziell und materiell. Ich hatte mir vor der Reise Sorgen gemacht, ob ich finanziell genug angespart hatte und mich geldtechnisch nicht total verschätze. Zudem fand ich die Vorstellung 6 Monate nur mit 12 kg Gepäck auszukommen etwas gruselig vor allem für alle Klimazonen. Diese Sorgen haben sich beide als absolut unberechtigt herausgestellt! Die Reise hat nur die Hälfte meines angesparten Budgets gekostet (maximal 1000 Euro pro Monat pro Person). Und mein Rucksack war absolut ausreichend, bzw. hatte ich sogar immer noch zu viele Sachen dabei die ich eigentlich gar nicht wirklich brauchte.

Ich hoffe ich konnte dich etwas inspirieren. Falls du Fragen hast oder dir noch weitere Tipps wünschst, dann meld dich einfach bei mir!

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Diese Dinge sind mir besonders in dieser Zeit ans Herz gewachsen:

mein Kindl

Mein Kindl: so viele tolle, inspirierende Bücher konnte ich in dieser Zeit lesen und haben mich sehr geprägt. Hier eine kleine Auswahl: „You are a badass“ Jen Sincero, „Sieben Jahre in Tibet“ Heinrich Harrer, „Du bist das Placebo“ Joe Dispenza

Meine Wandersandalen: mein Freud hat sich zwar oft lustig gemacht, da es ja so „German“ ist, (vor allem wenn man Socken darin anzieht), aber ich finde sie einfach unschlagbar bequem und praktisch!

Meine Teva Wandersandalen (links): mein Freud hat sich zwar oft lustig gemacht, da es ja so „German“ ist, (vor allem wenn man Socken darin anzieht), aber ich finde sie einfach unschlagbar bequem und praktisch!

mein Lowe Alpin Rucksack

Meinen Lowe Alpin Backpack 45 Liter: für mich die perfekte Grösse für 6 Monate

Meine Waschtasche von Vaud

Mein Kulturbeutel von Vaude: nicht zu gross und nicht zu klein, mit vielen Taschen und praktisch zum aufhängen.

Meine wasserfeste Wind & Wetterjacke und Trekkinghose von Montura

Meine wasserfeste Windjacke und Trekkinghose von Montura

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Green networker & mountain enthusiast & volunteer for Let's Clean Up Nepal

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